Lexikon

Therapiemethoden und -formen für Sie erklärt

Das Affolter-Modell kommt überwiegend bei Patienten zum Einsatz, die durch eine Schädigung des Zentralen Nervensystems z.B. durch einen Schlaganfall unter Wahrnehmungsstörungen leiden. Es beruht auf dem "therapeutischen Führen" - alltägliche Bewegungen werden vom Patienten mit Hilfe des Therapeuten ausgeführt. Ziel ist es, dass bestimmte Handlungsabläufe wieder selbstständig ausgeführt werden können und die Wahrnehmung der Umwelt und des eigenen Körpers verbessert werden. Da sich die Therapie stark am Alltag des Patienten orientiert, findet diese - wenn möglich - bei den Patienten zu Hause in der gewohnten Umgebung statt. So können die für den Alltag relevanten Handlungen am besten gemeinsam ausgeführt werden. Auch der Einbezug der Angehörigen spielt beim Affolter-Modell eine entscheidende Rolle. Die Familie wird ebenfalls geschult und aktiv in die Therapie mit einbezogen.
 

Die Applied Kinesiology umfasst ein ganzheitliches Therapie- und Diagnosekonzept, welches die funktionellen Zusammenhänge zwischen unseren Strukturen, mentalen/emotionalen und chemischen Funktionen analysiert.
Mit Hilfe standardisierter Tests für einzelne Muskeln des Körpers können Störungen am Stütz- und Bewegungsapparat, den inneren Organen und Drüsen, sowie verschiedener versorgender Systeme (wie das Nervensystem, Meridiansystem, Lymphsystem, Blutgefäßsystem usw.) erkannt und behandelt werden. Die Korrektur dieser Störungen erfolgt mit speziellen therapeutischen Techniken, wie Gelenk- und Organmobilisation, Akupunktur, Nährstoffergänzungen, Reflexpunktbehandlungen u.a.

Die Arbeitstherapie ist ein berufsbezogenes Training mit teilweise simulierter Arbeitstätigkeit. Das Training basiert auf einer systematischen Erhebung von bestehenden Defiziten durch Beobachtung bei der Ausübung körperlich anspruchsvoller Tätigkeiten im ausgeübten Beruf. Das anschließende Training zielt auf die Wiederaufnahme der beruflichen Tätigkeit ab.

In den 1970-er Jahren entdeckte Prof. Vladimir Nazarov die Wirkung von Vibrationen auf die Spannung von Bindegewebe. Dies wurde zunächst im Spitzensport vor allem im Turnen eingesetzt, um die Beweglichkeit zu verbessern. Nach der politischen Öffnung gelangte dieses Wissen auch nach Westeuropa und wird hier vor allem in der Therapie zur Gelenkmobilisation angewendet. Dabei wird die Muskulatur und die Gelenkkapsel durch eine zielgerichtete Körperposition in Dehnung versetzt. Der intensive Vibrationsreiz verstärkt den Dehnungseffekt auf das Gewebe und erleichtert somit dem Therapeuten die Arbeit in der Manuellen Therapie.

In der CMD-Therapie ist die Diagnostik, das technische Verfahren und die Erfahrung eines speziell geschulten Physiotherapeuten für Kiefergelenksdiagnostik entscheidend. Sie sind die Basis für eine zielführende und langfristig erfolgreiche CMD-Behandlung. Jeder Eingriff in die Form und Funktion des Zahnes ist auch ein Eingriff in das gesamte Kausystem. Deshalb ist es bei der Behandlung von CMD besonders wichtig die Harmonie des gesamten Kausystems nicht zu stören. Dabei können teils verhärtete und schmerzhafte Muskelbereiche (Triggerpunkte) reagieren. Zusätzlich wird die Druckempfindlichkeit sowie die Körper- und Kopfhaltung des Patienten untersucht. Alle Abweichungen von der Norm können wertvolle Hinweise auf eine CMD-Erkrankung geben.

Die Cranio-Sacral-Therapie hat sich aus der Osteopathie entwickelt. Sie ist ein manuelles Verfahren, welches mit minimalen Zug- und Druckkräften im Bereich des Schädels, Nackens und entlang der Wirbelsäule arbeitet

Dr. James Cyriax entwickelte innerhalb der orthopädischen nichtoperativen Medizin ein umfangreiches Konzept zur manuellen Diagnostik und Behandlung von Gelenken und Weichteilen. Die Diagnostik ermöglicht dem Therapeuten über ein durchdachtes Ausschlussverfahren, auch ohne aufwendige bildgebende Verfahren die betroffene Struktur zu identifizieren.

Die Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit wurde in den USA durch Susan Isernhagen entwickelt und hat sich dort bewährt. Die Ermittlung der funktionellen Leistungsfähigkeit ist die Voraussetzung zur realitätsgetreuen Beurteilung der Leistungsfähigkeit. Es wird u.a. in Anspruch genommen von Rentenversicherungsträgern, Berufsgenossenschaften, Gesetzlichen und Privaten Krankenversicherungen.
Das EFL-Assessment umfasst 29 standardisierte Tests zur realitätsnahen Beurteilung der Arbeitsfähigkeit. Die physischen Fähigkeiten und mögliche Defizite werden detailliert erfasst. Der EFL-Test erfolgt zum Beginn und am Ende des Reha-Aufenthaltes. Testelemente sind z.B. Heben, Tragen, Arbeiten über Kopfhöhe, Sitzen, Stehen, Fortbewegen.

Die E-Technik wird auch als Hanke-Konzept bezeichnet. Ziel der Methode ist die Verbesserung von koordinierten und ökonomischen Funktionsabläufen sowie eine qualitative Umgestaltung von Bewegungsprogrammen im Zentralnervensystem.

Die Fußreflexzonentherapie ist eine alternativmedizinische Behandlungsform, bei der durch Stimulation der Fußsohle verschiedene Wirkungen im Körper erzielt werden sollen. Sie basiert auf der Annahme der Abbildung von Körperregionen bzw. -strukturen in bestimmten Arealen der Fußsohle.

Die Handrehabilitation kommt bei Patienten zum Einsatz, die unter angeborenen Behinderungen, Verletzungen, Erkrankungen sowie an Schmerzen der oberen Extremität leiden. Die Therapie wird von Ergo- und Physiotherapeuten mit spezieller Fachweiterbildung durchgeführt mit dem Ziel der Zurückgewinnung der schmerzfreien, unbeeinträchtigten Tast-, Greif- und Haltefunktion der Hand.

Cogpack ist ein computergestütztes Hirnleistungstraining mit dem Ziel die Visuomotorik, die Reaktion, die Merkfähigkeit, das Sachwissen, die sprachlichen und berufsnahen Fähigkeiten zu verbessern. Das Cogpack enthält 64 Test- und Übungsprogramme zur Therapie und Rehabilitation von Hirnfunktionen und kommt bspw. bei Erkrankungen wie Multiple Sklerose, bei demenziellen Abbauprozessen oder nach einem Schlaganfall zum Einsatz.

Voraussetzung ist ein Gerät, welches einen computergesteuerten hydraulischen Widerstand erzeugt, der sich in jedem Punkt der Bewegung an die aufgebrachte Kraft anpasst. Schmerzhaft bedingte Krafteinbrüche werden somit vom Gerät erkannt und sofort ein entsprechend reduzierter Widerstand entgegengesetzt. Die Bewegungsgeschwindigkeit ist konstant. Dies ermöglicht ein risikoarmes Entwickeln von Kraftfähigkeiten. Ebenso können die erfassten Daten zu Testzwecken ausgewertet werden.

Bei einem kinesiologischen Tape handelt es sich um ein elastisches, selbstklebendes, therapeutisches Tape. Es besteht aus einem dehnbaren, textilen Material, auf das ein Polyacrylatkleber aufgebracht wird. Unter Anwendung spezieller, unterschiedlicher Techniken wird dieses Tape auf die Haut aufgebracht und soll dort unterschiedliche Wirkungen erzielen.  Kinesiotaping ist sehr beliebt bei den Anwendern, da es ein sehr großes Therapiespektrum aufweist. Es kann eingesetzt werden bei der Nachsorge von Krebsoperationen, bei Muskelverspannungen, zur Hämatombehandlung und vielem mehr.

Die Krankengymnastik kann sowohl einen präventiven als auch krankheitsbegleitenden Charakter haben. Auch in  der Rehabilitation findet die Krankengymnastik zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten.
Die klassische Krankengymnastik befasst sich u.a. mit Haltungsschäden und Schäden am Bewegungsapparat. Dem Physiotherapeuten stehen zahlreiche Behandlungsmethoden zur Verfügung, um physische Defizite auszugleichen. Eine zu schwache Rückenmuskulatur ist beispielsweise nicht ausreichend in der Lage die Wirbelsäule zu unterstützen. Hier kann der Physiotherapeut mit verschiedenen Behandlungsmethoden weiter helfen, um den Patienten für selbstständige Hausübungen anzuleiten.

Die Krankengymnastik am Gerät entspricht einer individuellen medizinischen Trainingstherapie. Sie dient als Unterstützung der Einzeltherapeutischen Behandlung. Durch den gezielten Aufbau der Muskulatur werden Ihre Beschwerden zusätzlich behandelt. Sie trainieren nach einem individuell erstellten Trainingsplan unter ständiger therapeutischer Anleitung.

Die Vojta-Therapie ist eine Behandlungsmethode, die im Gegensatz zu anderen Methoden nicht der bewussten aktiven Mitarbeit des Patienten bedarf. Sie kann somit gut bei neurologischen Patienten eingesetzt werden, die auf Grund der Erkrankung bestimmte Körperregionen nicht bewusst steuern können. Die erwünschten Reaktionen durch den Patienten werden reflexartig aus dem Nervensystem abgerufen. Dazu werden gezielt bestimmte Zonen des Körpers durch die Hand des Therapeuten stimuliert. Die so aufgenommenen Reize beantwortet das Nervensystem mit einer Veränderung der Muskelspannung. Das zeigt sich für den Patienten in einer guten Aufrichtung der Wirbelsäule, einer besseren Atemfunktion oder einer besseren Wahrnehmung des eigenen Körpers.

Sie wird auch als mobilisierende Weichteiltechnik für Gelenke und Wirbelsäule bezeichnet und zählt mit zur Manuellen Therapie. Die Wirkung der Massage beruht auf der Annahme, dass in der Umgebung von krankhaft veränderten Gelenken Veränderungen in Muskeln und Sehnen ertastet werden können. Ziel ist es, diese Ungleichheiten auszugleichen und damit den Krankheitsverlauf zu unterbrechen und Schmerzen zu dämpfen.

Bei der Manuellen Therapie handelt es sich um spezielle Handgrifftechniken, die bei verspannten und verrenkten Gelenken zum Einsatz kommt. Gestörte Funktionen der Gelenke werden schonend und wirkungsvoll behandelt. Im Rahmen des Befundes sollen Bewegungsstörungen im Bereich der Extremitätsgelenke oder der Wirbelsäule lokalisiert, analysiert und behandelt werden. Der speziell ausgebildete Therapeut geht bei der Manuellen Therapie so vor, dass zunächst mit sanften  und ruhigen Handgriffen Ihre Gelenke untersucht und Störungen ertastet werden. Die lokalisierten Störungen werden dann mit gezielten therapeutischen Handgriffen mobilisiert.

Die Manuelle Therapie ist nicht als Dauerbehandlung gedacht. Die gezielte Linderung Ihrer Beschwerden soll im Anschluss vielmehr durch bspw. Krankengymnastik am Gerät weiter aktiv stabilisiert werden.

Die Marnitz-Therapie wird auch Schlüsselzonenmassage genannt. Sie vereint eine gezielte Tiefenmassage an Muskeln, Faszien, Sehnen und Bändern und einem individuellen Hausübungsprogramm. Sie kommt vor allem bei orthopädischen Erkrankungen zum Einsatz, um die Mobilisation zu fördern und um Schmerzen zu lindern.

Das menschliche Gehirn hat die Möglichkeit sich trotz einer Schädigung z.B. durch einen Schlaganfall, eine Verletzung oder Blutung durch kontinuierliche Stimulation sich teilweise zu regenerieren. Gesunde Areale des Gehirns springen ein und übernehmen Bewegungsabläufe oder neue Nervenbahnen könne  entstehen.

Hier setzt das Bobath-Konzept an. Speziell ausgebildete Therapeuten helfen Ihnen durch gezielte Reize und stetes Wiederholen, gestörte Bewegungsabläufe neu zu erlernen.  Ihr Gleichgewicht und Ihre gesamte Körperwahrnehmung werden nach und nach verbessert.

Die krankengymnastische Behandlungstechnik PNF (Propriozeptive Neuromuskuläre Fazilitation) fördert das Zusammenspiel von Nerven und Muskeln. Bestimmte Bewegungsabläufe werden durch spezielle Reize und Techniken gefördert. Gestörte Bewegungsmuster können dadurch verbessert werden.
PNF kommt nach Verletzungen, nach neurologischen Erkrankungen z.B. Schlaganfall und nach Operationen zum Einsatz.

Die progressive Muskelrelaxation ist eine sehr wirksame Entspannungsmethode, die besonders auf das Empfinden des westeuropäischen Kulturkreises angepasst ist. Die Methode beruht auf dem Phänomen, dass sich eine Entspannung der Muskulatur, aber auch der Seele, ganz von selbst zuverlässig einstellt, wenn man zuvor die Muskelbahnen für einige Sekunden leicht bis mittelstark angespannt hat.

Unter einer Skoliose versteht man eine Seitabweichung der Wirbelsäule von der Längsachse mit Rotation der Wirbelkörper um die Längsachse und Torsion der Wirbelkörper (Verschieben der Deck- und Grundplatten gegeneinander).

Mit der Schroth-Therapie wird die geschwächte Muskulatur gekräftigt und mit Hilfe der Atmung mögliche Wirbelsäulenverbiegungen und -verdrehungen korrigiert. Mithilfe von Spiegeln und dem Therapeuten wird Ihnen aufgezeigt, wie die Fehlform rückgängig gemacht werden kann unter der Vorstellung ein Gegenbild zum jetzigen Zustand zu schaffen.

Die Spiegelkontrolle hilft Ihnen sich optimal selbst in Ihrer Haltung zu korrigieren. Diese korrigierte Handlung wird dann  durch gezielte Übungen verinnerlicht.
Weiterhin werden gezielte Atemtechniken erlernt.

Die Therapie setzt sich aus folgenden Punkten zusammen:

  • passiv und aktiv wiederholte Bewegungen zur Mobilisation der Wirbelsäule
  • dreidimensionale Stabilisationsübungen zur optimalen Einstellung der Wirbelsäulenstreckung und -entdrehung
  • Erlernen der Korrekturatmung
  • Erlernen eines selbstständigen Heimübungsprogramms

Das Therapiekonzept nach Schroth gilt derzeit als beste krankengymnastische Skoliosebehandlung.

Patienten, die unter Sensorischen Integrationsstörungen leiden, sind beispielsweise in ihrer Bewegungsplanung und -ausführung beeinträchtigt oder die Regulierung der eigenen Reaktion auf Sinnesreize ist betroffen. Es kommt zu Über- oder Unterreaktionen, die ein Handeln der Situation entsprechend unmöglich machen. Durch die Sensorische Integrationstherapie werden den Patienten verstärkt Reize angeboten und geholfen, diese sinnvoll zu verarbeiten. Das Ziel der Therapie ist es Erfolgserlebnisse zu schaffen und damit das Selbstbewusstsein und das Nachreifen des Gehirns zu ermöglichen.

Die Spiegeltherapie ist eine wichtige Behandlungsform gegen Phantomschmerz nach einer Amputation. Sie ist eine Form der Imaginationstherapie. Mit Hilfe von Spiegeln wird dem Patienten die gesunde Gliedmaße gespiegelt - die amputierte Gliedmaße ist scheinbar wieder vorhanden. Das Phantomglied kann mit der gesunden Gliedmaße gezielt bewegt werden z.B. kann eine (imaginäre) schmerzhafte Haltung in eine angenehme Position gebracht werden. Der Phantomschmerz kann so gelindert und eine medikamentöse Therapie verringert werden.

Mit Hilfe der Spiraldynamik sollen gesunde Bewegungen erklärbar, erfahrbar und lehrbar gemacht werden. Diese kommt z.B. bei X-Beinen, Platt-, Knick-, Spreiz- und Senkfüßen zum Einsatz.
In der Spiraldynamik wird mit Polen gearbeitet, die über Strukturen und Bewegungsgesetze miteinander kommunizieren: z.B. Fuß- und Hüftgelenk. Muskeln und Bänder, die dem Gesetz der spiraligen Verschraubung unterliegen, verbinden diese. Ein weiterer wichtiger Aspekt dieses Konzeptes ist die Hilfe zur Selbsthilfe: hat der Patient die richtige Bewegung erspürt, muss diese regelmäßig selbstständig geübt werden.

Die Sportphysiotherapie wird als ein Bereich der Physiotherapie beschreiben, der zu nationalen, zukunftsorientierten Gesundheitsförderung und deren Ansprüchen beitragen kann. Sportphysiotherapeuten im Breitensport arbeiten mit Sportlern aller Alters- und Leistungsgruppen, individuell oder in Gruppen zusammen, die sich entweder bei sportlicher Aktivität akut verletzt haben oder sich von einer solcher Verletzung erholen.
Sportphysiotherapeuten im Leistungssport müssen zudem Fähigkeiten besitzen, den Leistungssportlern über eine spezielle Bewegungsanalyse oder spezifische Trainingsprogramme verletzungsfrei zu halten. Sie arbeiten zunehmend international, betreuen global wettkämpfende und trainierende Sportler.

Erfunden wurde diese neuartige Schlingen-Übungs-Therapie in Norwegen. Sie ist wissenschaftlich fundiert und wird dort inzwischen von über 90% der Physiotherapeuten eingesetzt vor allem zur Rehabilitation bei Knie-, Hüft- oder Wirbelsäulenproblemen, sowie zur Behandlung von Schlaganfallpatienten und anderen neurologischen Erkrankungen.
Der Patient wird dabei in einer Konstruktion mit Hilfe von Seilzügen und Schlingen "aufgehängt". In dieser Schwerelosigkeit kann gezielt Zug oder Druck auf die Gelenke gegeben werden. Dies dehnt oder kräftigt die umgebenden Muskeln.
Bei diesem gezielten Training kann man nicht nur die großen Muskeln kräftigen, sondern auch die kleineren. Das stabilisiert die Gelenke und hilft Schmerzen zu reduzieren.

Die Traktion kann manuell erfolgen oder in der Aufhängung mit Schlingen am Schlingentisch. Dabei findet mit dosierter Zugkraft auf Gelenke der Extremitäten und der Wirbelsäule eine Druckminderung der Gelenke statt. Vorteile der Behandlung im Schlingentisch sind die Abnahme der Eigenschwere durch die Schlinge und ein entspanntes Arbeiten für Patienten und Therapeuten.

Die Triggerpunkttherapie hat die Beseitigung sogenannter "myofaszialer Triggerpunkte" zum Ziel. Dies sind lokal begrenzte Muskelverhärtungen in der Skelettmuskulatur, die lokal druckempfindlich sind und von denen übertragene Schmerzen ausgehen können.

Medizinische Anwendung des elektrischen Stroms. Ausgehend von der Erkrankung behandelt der Physiotherapeut einen oder mehrere Körperteile mit unterschiedlichen Stromformen. Dabei kommen galvanische, nieder-, mittel- und hochfrequente Ströme zum Einsatz.

Die Ultraschalltherapie ist ein Teilbereich der Physikalischen Therapie bzw. der Elektrotherapie und beschreibt ein medizinisches Verfahren zur Schmerzlinderung und Unterstützung der Selbstheilungsprozesse mittels Ultraschall. Der Frequenzbereich der Ultraschalltherapie liegt zwischen 0,8 und 3,0 MHz.

Zudem gibt es einige Kombinationsverfahren wie das Ultraschall-Simultanverfahren, welches eine Kombination aus Ultraschalltherapie und elektrotherapeutischen Anwendungen darstellt.

Die Wassertherapie nach McMillan arbeitet mit der natürlichen Auftriebskraft des Wassers, um das Gleichgewicht und die Koordinationsfähigkeiten zu verbessern, aber auch um die Patienten zu entspannen.
Das Wasser, als wichtiges Element hilft mit seiner Wärme und dem Auftrieb, einen Gewichtsverlust bis zu 90% zu erreichen und positiv auf den Patienten einzuwirken. Die Wassertherapie arbeitet nach einem 10-Punkte-Programm soll möglichst rasch zur Entwicklung der eigenen Fortbewegung beitragen. Dem Patienten steht in dieser Situation ein persönlicher, qualifizierter Therapeut zur Seite.

Diese Untersuchung findet heraus, welche Haltungen und Bewegungen die Beschwerden des Patienten verschlechtern und welche sie verbessern. Neben einer klar strukturierten Befragung nutzt der geschulte McKenzie-Therapeut bestimmte sich wiederholende Bewegungstests. Ziel ist dabei immer, dass sich der Patient mit einfachen Übungen selbst behandeln kann. Die Selbstbehandlung ist der effektivste Weg, Beschwerden an Wirbelsäule und Gelenken dauerhaft in den Griff zu bekommen. Reicht die Eigenbehandlung nicht aus, unterstützt der Therapeut kurzfristig mit bestimmten Handgriffen.