Zusätzliche Zeit für Fortbildung

interne Fortbildung

Mit neuen Regelungen investiert das Rehazentrum noch mehr in die Qualifikation seiner Mitarbeiter

Schwerin • Gutes Fachpersonal zu gewinnen, ist gerade im medizinischen Bereich schwierig geworden. Es gibt zahlreiche Angebote und Beschäftigungsmöglichkeiten für Physiotherapeuten. Gleichzeitig bleibt die Zahl der Schüler zurück. Arbeitgeber sind deshalb mehr denn je gefordert, wenn es darum geht, Mitarbeiter und Bewerber durch attraktive Anreize zu motivieren. Beim Thema externe Weiterbildungen bietet das Rehazentrum neben der 100-prozentigen Erstattung von Kursgebühren auch eine bezahlte Freistellung für Fortbildungstage. Und auch interne Fortbildungen nehmen die Mitarbeiter regelmäßig und gern in Anspruch.

„Anders als alle anderen Heilmittel-Berufe stehen Physiotherapeuten nach dem Berufsabschluss immer noch vor der Situation, nicht jede ärztliche verordnete Therapie durchführen zu dürfen – da eine entsprechende Fortbildung fehlt“, erklärt German Ross, Geschäftsführer des Rehazentrums. „Wer dann zwar gewillt ist, eine Fortbildung zu machen, steht oft vor dem Problem, Zeit und Geld investieren zu müssen. Deshalb übernehmen wir schon seit Jahren 50 bis 100 Prozent der Teilnahmegebühren. Und jetzt bezahlen wir auch die Freistellung für die betroffenen Arbeitstage.”

Bezahlte Freistellung für Fortbildungstage

Es ist die entscheidende Veränderung in puncto Zeit, die zum Beispiel Julian Dobberschütz besonders freut. „Manche Fortbildungen habe ich gar nicht in Betracht gezogen. Für die Manuelle Lymphdrainage hätte ich zum Beispiel 20 Urlaubstage opfern müssen. Dadurch, dass wir nun bezahlt freigestellt werden, ist der Anreiz, eine Fortbildung zu machen, natürlich viel größer und ich freue mich darauf, mich weiterentwickeln zu können“, so der 25-jährige Physiotherapeut. Die Regelung gilt für zulassungsrelevante Qualifizierungen. Daher profitieren vor allem Physio- und Ergotherapeuten davon. Für andere Berufsgruppen und Weiterbildungen werden die Kurskosten nun zu 50 Prozent übernommen und es gibt drei Tage bezahlte Freistellungen pro Jahr.

„Diese Änderung ist natürlich gerade für junge Mitarbeiter ein großer Ansporn”, findet auch Andrea Freitag. „Wir brauchen ja den Nachwuchs. Ich selbst habe zwar schon alle zulassungsrelevanten Fortbildungen absolviert, aber die einen oder anderen Auffrischungstage würde ich gerne machen.“

Erfahrungsaustausch im Team

Auch interne Fortbildungen nutzt das Rehazentrum, um regelmäßig neue Impulse zur fachlichen und persönlichen Weiterentwicklung der Mitarbeiter zu setzen. Seit zwei Jahren ist Sporttherapeut Andreas Markwardt für deren Organisation zuständig. „In der Regel ist es so, dass die Mitarbeiter selbst Themen anregen und die Ideen in einen Fortbildungsplan eintragen. Ich schaue dann, ob und inwiefern das umsetzbar ist und für wen es relevant ist.“ Die Ansprüche an eine interne Fortbildung sind in einem Leitbild definiert. Zum Beispiel soll sie Sach- und Methodenkompetenz in den Bereichen Kurative Medizin, Gesundheitsbildung, Wissenschaft, Therapieplanung, Berufspolitik und Qualitätsmanagement vermitteln. „Das erreichen wir etwa, indem jemand extern erworbenes Wissen mit dem Team teilt, wir vorhandene Kompetenzen untereinander abgleichen oder wissenschaftliche Publikationen vorstellen“, sagt Andreas Markwardt. Gibt die Geschäftsführung das O.K., organisiert er den Termin und den Referenten. Vorrangig interne, aber auch externe Referenten kommen in Betracht. „Ich stimme dann noch die Präsentationsform ab – also ob Vortrag, Übung oder Workshop – unterstütze bei den Arbeitsmaterialien und leite die Diskussion.“ Durchschnittlich fünf Mal im Jahr gibt es diese Art des Erfahrungsaustauschs.

Wer jetzt neugierig geworden ist und Teil des Rehazentrums sein will, schaut am besten nach aktuellen Stellenangeboten. 

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(ml)

Fotos: maxpress, RHZ