Junge Mexikanerin auf Erfolgskurs

Beim Schlossschwimmen Anfang August belegte Physiotherapeutin Paola Orozco Ibarra den zweiten Platz

Physiotherapeutin Paola liebt das kühle Nass und fühlt sich in Schwerin schon wie Zuhause

Schwerin • Wer sich als Therapeut selbst gerne bewegt und etwas für seine Gesundheit tut, kann das Thema umso überzeugender vermitteln und hat den größeren Therapieerfolg. Dieses Prinzip wird auch im Rehazentrum gelebt. Kein Wunder also, dass unter den Physiotherapeuten echte Sportskanonen sind. Eine von ihnen ist Paola Orozco Ibarra. Die Mexikanerin ist erst seit vier Monaten in Deutschland und liebt nicht nur ihr Arbeitsumfeld, sondern auch das viele Wasser in der Landeshauptstadt. 

Paola ist eine aufstrebende, junge Frau. In Guadalajara studierte die 23-Jährige Physiotherapie und arbeitete bereits zwei Jahren in diesem Beruf. Durch Zufall habe sie davon erfahren, dass in Deutschland Fachkräfte gesucht werden. „Diese Gelegenheit wollte ich mir nicht entgehen lassen. Die Qualität des Jobs ist in Deutschland wesentlich höher. Die Fortbildungen sind viel besser und werden sogar weltweit anerkannt. Hier kann ich noch viele Qualifikationen erhalten“, sagt sie.
Um die Arbeits- und Aufenthaltsgenehmigung zu bekommen, musste Paola auch ihre Deutschkenntnisse nachweisen, nahm dafür extra privaten Unterricht und schaffte so das B2-Level. Auch wenn die Sprache für sie noch die größte Hürde bedeutet, so fühlt sich die junge Physiotherapeutin in Schwerin bereits sehr wohl. „Viele Leute haben gesagt, die Deutschen seien so kühl und verschlossen. Das stimmt aber gar nicht. Ich wurde mit offenen Armen empfangen und die Kollegen sind alle total nett.”

Die Herzlichkeit gibt sie nun jeden Tag zurück – an ihre Patienten. In der Praxis für neurologische Therapie macht Paola mit ihnen etwa Koordinations- und Gleichgewichtstraining, Laufschule oder verschiedene Übungen im Bewegungsbad. Und gerade bei Letzterem kennt sich Paola aus. Denn seit ihrem zehnten Lebensjahr schwimmt sie, war in Mexiko vier Jahre lang in einem Verein und hat bereits an Wettkämpfen teilgenommen. Über eine Kollegin ist sie zum TriSport Schwerin e.V. gekommen und belegte beim Schlossschwimmen Anfang August sogar den zweiten Platz in ihrer Altersgruppe. Ein guter Start also für die 23-Jährige in Schwerin. So kann es weitergehen! 

Marie-Luisa Lembcke

Foto: Privat

 

Zurück zur Übersicht