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Rehazentrum Schwerin
22.12.2011
Rehazentrum erweitert durch neues Reha-Konzept Zusammenarbeit mit Berufsgenossenschaften
Arbeitstypische Bewegungen trainieren
Ergotherapeutin Simone Schulz übt mit Arvid Grahl das bei Pflasterarbeiten typische Heben und Absetzen von Steinen auf KnienFoto: maxpress/kju
Ergotherapeutin Simone Schulz übt mit Arvid Grahl das bei Pflasterarbeiten typische Heben und Absetzen von Steinen auf KnienFoto: maxpress/kju
Schwerin • Nach einem Arbeitsunfall ist es das Ziel, die Gesundheit des Arbeitnehmers schnellstmöglich wieder herzustellen, damit er an seinen Arbeitsplatz zurück kann. Um dies bestmöglich zu erreichen, bietet das Rehazentrum Schwerin in Zusammenarbeit mit der Verwaltungsberufsgenossenschaft ein neues Konzept an, bei dem die Anforderungen der Arbeitswelt in die medizinische Rehabilialtion mit eingebunden werden. Seit November 2011 ist das Rehazentrum Schwerin zur „Arbeitsbezogenen Medizinischen Rehabilitation“ (ABMR) durch die Berufsgenossenschaften zugelassen. Das heißt, Patienten, die an ihrer Arbeitsstelle oder auf dem Weg dorthin einen Unfall erlitten haben, können nach Akutbehandlung und Nachsorge eine arbeitsbezogene Therapie starten. Ziel ist es, die Arbeitsfähigkeit wieder herzustellen, nachhaltig zu sichern und Rückfällen vorzubeugen.
Zunächst werden dafür der jeweilige Arbeitsplatz des Patienten und die dort durchzuführenden Bewegungsabläufe analysiert. Vor allem bei körperlich anstrengenden Tätigkeiten, wie Malerarbeiten über dem Kopf, Arbeiten auf Knien sowie schwerem Tragen oder Heben, können arbeitstypische Belastungen genau definiert werden. Diese körperliche Beanspruchung ist vor allem bei handwerklichen Berufsgruppen anzutreffen.
Die individuellen Bewegungsabläufe werden in die „Arbeitsbezogene Rehabilitation“ integriert und während der Therapie geübt. Um die Situation möglichst realistisch nachzuempfinden, trägt der Patient während der Behandlung seine Arbeitskleidung. Auch das Medizinische Training an den Geräten ist Bestandteil der arbeitsbezogenen Reha. So können die Patienten ihre körperliche Belastbarkeit wieder herstellen.
Um die ABMR anbieten zu können, haben der Ärztliche Leiter Dr. Peter Jokisch sowie die Therapeuten Simone Schulz und Jörn Schulz im Jahr 2011 eine besondere Qualifikation erworben. Außerdem wurde die Ausstattung im Rehazentrum erweitert, um Arbeitssituationen und -bewegungen nachstellen zu können.
Zukünftig möchte das Rehazentrum Schwerin das neue Konzept der „Arbeitsbezogenen  Medizinischen Reha“ auch mit weiteren Berufsgenossenschaften anbieten.
Bundesverband ambulanter medizinischer Rehabilitationszentren Bundesverband  Deutscher Privatkliniken e.V.