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Rehazentrum Schwerin
29.11.2011
Vier Klinikclowns verzaubern kleine Patienten und bringen Humor in den Krankenhausalltag
Rote Näschen für kranke Häschen

Schwerin • Beschwerden mit Humor lindern - die Klinikclowns Fridolina, Thalia, Trine und Fine kommen einmal in der Woche auf die Kinderstationen der HELIOS-Klinik, um ein Lächeln auf die Gesichter der Kinder zu zaubern. Doch auf Rezept gibt es die Clown-Visite nicht. Spenden helfen, damit die roten Nasen Ängste und Heimweh vergessen lassen. „Armes Häschen bist du krank, dass du nicht mehr hüpfen kannst?“ Gitarrenklänge und fröhliche Stimmen erklingen aus einem der Zimmer auf der Kinderstation. Gerade haben Fine und Fridolina an die Zimmertür geklopft. „Dürfen wir hereinkommen?“ Nur wenige Sekunden später stecken die beiden ihre roten Näschen durch den Türspalt. Und schon stehen sie neben dem Bett und ausnahmsweise auch mal auf dem Tisch und verarzten das Kuschelhäschen des kleinen Patienten. Einfühlsam entscheiden die roten Nasen, was die Kinder gerade brauchen. „Singen, Zaubern, Jonglieren, Lieblingstiere verarzten oder Spaß machen - je nach Situation improvisieren wir am Krankenbett“, sagt Ines Vowinkel, die in das Clown Fine - Kostüm geschlüpft ist. Die 44-Jährige ist Teamleiterin des Vereins „Die Nasen“ e.V. Zusammen mit ihren bunten Mitstreiterinnen bringt sie kranke Häschen auf der Kinderstation zum Lachen. Die Musikpädagogin hat ihre Gitarre auf dem Rücken und stets ein Liedchen auf den Lippen. Mit ihren Zaubertricks zaubert sie staunende Gesichter auf die Patienten. Heike Held spielt die Fridolina und träumt mal davon, ein großer Zirkus-Clown zu werden. Und damit hält sie auch vor den Kindern nicht hinterm Berg. Der Clown Thalia wird von der 17-jährigen Gymnasiastin Marina Vowinkel gespielt. Thalia liebt Seifenblasen über alles und weil sie stets auf der Suche nach ihrem Traumprinzen ist, hat sie in ihrem Schulranzen neben unzähligen Seifenblasen auch sicherheitshalber ihren Brautschleier. Vervollständigt wird das Quartett von Trine. Im wahren Leben heißt sie Katharina Glüer und ist Heilerzieherin. Trine schleppt in ihrem Koffer Medizin gegen Hühnerfieber und ein paar Eier, die schon mal durch die Luft fliegen. Seit 2006 spielen die Clowns nun schon an den Betten der Kinder. Längst gehören sie zum Klinik-Inventar. „Manchmal werden wir schon auf dem Flur angesprochen und sehnlichst erwartet“, sagt Ines Vowinkel. Damit die Klinik-Clowns auch weiter den kleinen Patienten Humor verabreichen können, unterstützt das Rehazentrum Schwerin die roten Nasen. „Wir wollen dazu beitragen, dass Kindern, die von einem Schicksalsschlag betroffen sind, Mut gemacht und ihnen in schweren Zeiten geholfen wird. Mit den Spendengeldern sollen die Clowns auch weiterhin humorvoll therapieren und damit den Heilungsprozess fördern“, sagt German Ross, Geschäftsführer des Rehazentrums. Und so heißt es immer wieder dienstags: Staunen und Lachen und lustige Sachen machen, damit es den Kindern und Eltern für einige Momente besser geht.
Bundesverband ambulanter medizinischer Rehabilitationszentren Bundesverband  Deutscher Privatkliniken e.V.