29.11.2011
Verein Pro Kind vermittelt Kinder in Pflegefamilien und begleitet leibliche Eltern und Pflegeeltern
Vizeeltern können einspringen

In einem Zeitraum von drei Monaten schult Astrid Schmidt-Wielepp gemeinsam mit Marett Klein die Pfegeeltern
Schwerin • Unterstützung für Kinder, die nicht bei ihren leiblichen Eltern verbleiben können: Das ist die Aufgabe von Pro Kind e.V. Derzeit werden 35 Pflegefamilien von Pro Kind betreut. Unterstützt wird der Verein vom Reha-Zentrum Schwerin. Astrid Schmidt-Wielepp und ihr Team haben immer alle Beteiligten im Blick: die Kinder, die Pflegeeltern und die leiblichen Eltern. Die Sozialpädagiogin ist Leiterin von Pro Kind. Warmherzig und zugleich sachlich erklärt die Mutter von drei Kindern das Anliegen des Vereins. „Es gibt Kinder, die aus den verschiedensten Gründen nicht bei ihren leiblichen Eltern leben können. Wir wollen ihnen Halt und Unterstützung geben und vermitteln sie in Pflegefamilien, ob für kürzere oder längere Zeit oder auf Dauer“, sagt die 44-Jährige. Interessierten Pflegeeltern bietet der Verein Seminare und Vorbereitungskurse an, um die große Herausforderung, ein neues Familienmitglied aufzunehmen, zu meistern. Fort- und Weiterbildungen für Pflegeeltern und Fachkräfte dienen der Unterstützung und der weiteren Professionalisierung.
Die Vereinsräume, in denen auch die Seminare gegeben werden, sind liebevoll eingerichtet. Warme Wandfarben unterstreichen das behutsame Thema. Insgesamt kümmern sich sieben Mitarbeiterinnen um Beratung, Begleitung und die Vermittlung. „Besonderes Herzensanliegen ist uns, dass die leiblichen Eltern immer im Blick behalten werden und Unterstützung bekommen“, betont Schmidt-Wielepp. Viele Aktionen werden gestartet, damit aus einer manchmal ausweglos erscheinenden Situation ein harmonisches Miteinander wird. „Zoo, Spielplatz und von uns organisierte Veranstaltungen - wir wollen schöne Erlebnisse für Kinder, ihre Eltern und ihre Pflegeeltern“, erzählt die Leiterin lächelnd. „Denn wenn der Umgang gut ist, dann ist es auch positiv für die Kinder.“
Etwas Gutes wollten auch German Ross und Stephan Sparwasser, Geschäftsführer des Rehazentrums, für die Pflegekinder tun und spenden für Pro Kind. „Wir unterstützen schon seit vielen Jahren Vereine, die sich um benachteiligte Kinder kümmern“, sagt Ross. „Uns ist es wichtig, dass auch diese Kinder sich altersgerecht und gut entwickeln können“, so der Geschäftsführer.