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Rehazentrum Schwerin

Qualitätsbericht 2010 des Rehazentrums Schwerin

Den gesamten Qualitätsbericht 2010 können Sie hier downloaden:

Qualtitätsbericht 2010
(PDF Dokument - ca. 2.88MB)

Qualtitätsbericht 2009
(PDF Dokument - ca. 2.13MB)

Qualtitätsbericht 2008
(PDF Dokument - ca. 1.98MB)

Qualtitätsbericht 2007
(PDF Dokument - ca. 2.38MB)

Zusammenfassung des Qualitätsberichtes 2010

Der Bericht stellt die Rehabilitations-Einrichtung in ihrer organisatorischen Struktur vor, fasst Leistungen und Ergebnisse des Jahres 2010 zusammen und zeigt nachvollziehbar die Bemühungen des Qualitätsmanagements um die ständige Verbesserung der Strukturen, Prozesse und Ergebnisse. Alle Angaben zum Entwicklungsstand des Unternehmens beziehen sich auf den Berichtszeitraum 2010.

Das Unternehmen besteht aus verschiedenen Einrichtungen, die sich auf die zwei Standorte Wuppertaler Strasse und Am Grünen Tal verteilen.

Am Standort Wuppertaler Strasse findet das Kerngeschäft des Unternehmens statt. Die hier ansässige Tagesklinik für Rehabilitative Medizin führt die Ambulante Anschlussrehabilitation beziehungsweise Anschlussheilbehandlung (AHB), das Heilverfahren sowie die Erweiterte Ambulante Physiotherapie (EAP) im Indikationsschwerpunkt der muskuloskeletalenErkrankungen durch. Ergänzt wird das Angebot durch die Intensivierte Rehabilitationsnachsorge (Irena).

Die Belegung in der Ambulanten Rehabilitation weist einen Rückgang um 2,16 Patienten/ Tag im Mittel auf. Dies geht vor allem auf eine 20-prozentige Reduzierung im Heilverfahren zurück, die von einer leichten Steigerung im AHB-Verfahren etwas gemildert wird. Die Gesamtbelegung beträgt nun 38,19 Patienten pro Tag.

Eine deutliche Steigerung dagegen ist in der EAP um 7,24 auf nun 29 Fälle pro Tag zu verzeichnen. Ebenfalls nochmals gestiegen ist die Nachfrage nach der Rehabilitationsnachsorge Irena um 6,31 auf nun 40,56 Fälle pro Tag. Auf Grund der bereits im Vorjahr durchgeführten personellen Erweiterung um eine Vollzeitstelle in der Physiotherapie kann diese Entwicklung bewältigt werden.

Der wichtigste Kostenträger ist die Deutsche Rentenversicherung (DRV) mit über 2 Drittel aller Fälle gefolgt von der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Die Gesetzliche Unfallversicherung (GUV) hat mittlerweile ungefähr den gleichen Anteil wie die GKV. Unter den Zuweisern zur AHB ragt die Stellung der Krankenhäuser der Helios-Kliniken in Schwerin unverändert heraus. Auffällig ist jedoch die breitere Verteilung unter den „sonstigen” (< 5 Fälle pro Jahr) . Die Steigerung in der AHB und der EAP geht ausschließlich auf diese Akuthäuser zurück.

Die Verteilung der Wohnorte unserer Patienten weist Schwerin für mehr als die Hälfte der Patienten aus. Die Übrigen erreichen das Haus aus dem Umland mit einer Fahrzeit von bis zu 45 Minuten. Der Fahrdienst des Hauses sichert für Patienten mit eingeschränkter Mobilität die Teilnahme an der ambulanten Rehabilitation ab.

Die Altersstruktur der Patienten zeigt die deutlichste Veränderung im Rückgang in der Gruppe der 35 - 40 - Jährigen und einem Zuwachs in der Gruppe der 45 - 50 - Jährigen.

Der Umfang der erbrachten Leistungen an Patienten erhöhte sich von 6,7 auf 7,1 in der AHB und von 6,2 auf 6,7 Anwendungen pro Tag im Heilverfahren. Dies führen wir auf einen gestiegenen Anteil von Patienten mit einem höheren Behandlungsbedarf zurück.

Die Praxis für neurologische Physiotherapie konnte die angestrebte Steigerung der Auslastung noch nicht erreichen. Mit 49 Fällen pro Tag entspricht diese dem Vorjahr. Der nochmals höhere Anteil an neurologischer Physiotherapie am Gesamtumfang weist immerhin auf eine stärkere Beachtung der Spezialisierung auf diese Indikationen hin.

Die Praxis für Ergotherapie zeigt eine deutliche Steigerung der geleisteten Therapiemit einer Erhöhung der Fallzahl von 10 auf 14 pro Tag. Die kontinuierlichere personelle Besetzung nach erziehungszeitbedingten Unterbrechungen spiegelt sich hier wider.

Die Praxis für Osteopathie verfolgt keine Spezialisierung auf einen bestimmten Indikationsbereich. Erstmals ist kein weiterer Zuwachs in der Nachfrage zu beobachten. Die mittlere Fallzahl liegt bei 4 - 5 pro Tag.

Am Standort Grünes Tal befindet sich die Praxis für orthopädische Physiotherapie.Hier ist eine Zunahme der behandelten Fälle um knapp 4 auf 93,5 pro Tag festzustellen. Die zum Ende des Vorjahres bereits vorgenommene personelle Erweiterungum eine Stelle sichert die Nachfrage ab.

Die ebenfalls hier ansässige Praxis für Medizinisches Training bietet das Nachsorgeprogramm der DRV-Nord, die „MTT-Nachsorge“ an. Daneben gibt es für Selbstzahler die Möglichkeit, die Teilnahme an den Gruppen auf eigene Kosten fortzusetzen. Die weitere Steigerung der Nachfrage um 4 auf nun 89 Fälle pro Tag geht vor allem auf eine Zunahme in der MTT-Nachsorge auf nun 27 Fälle pro Tag zurück, während der Umfang der Selbstzahler etwas zurückging.

Im umfangreichen Kapitel „C Qualitätssicherung“ werden die verfügbaren Ergebnisse aus der externen und internen Qualitätssicherung vorgestellt.

Die Rückmeldungen der DRV-Bund zu den Ergebnissen der externen Qualitätssicherung betreffen den Zeitraum 2009. Erstmals wurden für die therapeutischen Leistungen Qualitätsindikatoren festgelegt und deren Ergebnisse in Qualitätspunktenausgedrückt. Das Rehazentrum Schwerin liegt hier mit 87,5 von max. 100 gegenüber 75,7 Punkten von vergleichbaren Einrichtungen deutlich über dem Durchschnitt.

Die Ergebnisse der eigenen Patientenbefragung zur Zufriedenheit mit den eigenen Erfahrungen während des Rehabilitationsverlaufes zeigt eine sichtbare Verbesserung gegenüber dem Vorjahr. Der Gesamtmittelwert hat sich auf einer fünfstufigen Skala von +2 bis -2 um 0,1 auf 0,8 erhöht und sich damit der Wertung für „sehr gut“ (Wert 1,0) angenähert.

Die Auswertung der Mitarbeiterbefragung bezüglich der Zustimmung zur im Leitbild verankerten Mitarbeiterperspektive auf die Qualität unserer Arbeit weist ebenfalls eine Verbesserung um 0,1 Skalenpunkte auf. Mit einem Gesamtmittelwert von nun 0,9 auf einer fünfstufigen Skala von +2 bis -2 steht die Bewertung sehr nah an „trifft zu“ (Wert 1,0)

Unter den Ergebnissen der internen Qualitätssicherung werden auch Qualitätsindikatoren dargestellt in Übertragung der Idee für die Entwicklung von Qualitätsindikatoren für den Qualitätsbericht der Krankenhäuser durch die Bundesgeschäftstelle für Qualitätssicherung (BQS). Sie stellen eine selbst entwickelte Auswahl von Prozess- und Ergebnisparametern dar, die für eine gute Qualitätin der medizinischen Rehabilitation stehen können. Ein wissenschaftlicher Nachweis dafür bleibt offen. Gern treten wir in eine Diskussion dazu ein.

Keine wesentlichen Veränderungen sehen wir in den Prozesskennzahlen für den Bereich Rehabilitation. Die Wartezeit zwischen Kostenzusage und Rehabeginn beträgt für Eilfälle 8 - 10 Tage. Die Dauer für die Ambulante Reha hat sich um 4 - 8 Tage verkürzt auf 21 - 28 Tage. Die Zahl der Einzelbehandlungen zeigt eine hohe Individualität im kurativen Teil der Versorgung an. Nur bei den Patienten im Heilverfahren nach dem Reha-Therapiestandard für den chronischen Rückenschmerz finden diese nicht täglich statt. Die Überleitungszeit zwischen OP und Rehabeginn beträgt für die AHB-Patienten unverändert 30 Tage. Sehr breit gestreut ist die Überleitungszeit für die EAP-Patienten, die im Mittel 68 Tage beträgt. Dies mag in der höheren Fallschwere traumatologischer Diagnosen gegenüber den AHBPatienten mit orthopädischen Diagnosen begründet sein.

Das Qualitätsmanagement des Unternehmens basiert auf einer langfristigen Ausrichtung des Unternehmens mit einem Leitbild und damit verknüpften strategischen Entwicklungsschwerpunkten. Eine „Balanced Scorecard“ übersetzt diese in planmäßige Bemühungen zur Weiterentwicklung im operativen Tagesgeschäft. Einige ausgewählte Projekte werden im Bericht aufgeführt.

Bundesverband ambulanter medizinischer Rehabilitationszentren Bundesverband  Deutscher Privatkliniken e.V.