Den gesamten Qualitätsbericht 2008 können Sie hier downloaden:
Qualtitätsbericht 2008
(PDF Dokument - ca. 1.98MB)
Qualtitätsbericht 2007
(PDF Dokument - ca. 2.38MB)
Zusammenfassung des Qualitätsberichtes 2008
Der Bericht stellt die Rehabilitations-Einrichtung in ihrer organisatorischen
Struktur vor, fasst Leistungen und Ergebnisse des Jahres 2008 zusammen
und zeigt nachvollziehbar die Bemühungen des Qualitätsmanagements
um die ständige Verbesserung der Strukturen, Prozesse und Ergebnisse.
Das Unternehmen besteht aus verschiedenen Betriebsbereichen, die sich auf zwei
Standorte verteilen. Am Standort Rehazentrum Schwerin befinden sich die Betriebsbereiche
Rehabilitation, Heilmittel und Osteopathie. Ebenfalls einen eigenen
Betriebsbereich bildet der Standort Therapiezentrum.
Im Betriebsbereich Rehabilitation findet das Kerngeschäft des Unternehmens
statt. Dies sind die Versorgungsschwerpunkte der Ambulanten Rehabilitation (Anschlussrehabilitation
beziehungsweise Anschlussheilbehandlung sowie Heilverfahren)
im Indikationsschwerpunkt der muskuloskeletalen Erkrankungen sowie
die Erweiterte Ambulante Physiotherapie (EAP). Ergänzt wird das Angebot durch
die Intensive Rehabilitationsnachsorge (IRENA).
Die Entwicklung in 2008 zeigt eine leichte Steigerung im Bereich der Anschlussrehabilitation
bei gleich bleibenden Fallzahlen für das Heilverfahren. Zusammen
ergibt sich für die Ambulante Rehabilitation eine leichte Steigerung um 1,3 auf
36,7 Patienten pro Tag. Damit liegt die Auslastung der zugelassenen 40 Plätze bei
91,7 Prozent.
Die EAP weist eine gleich bleibende Nachfrage in Höhe von 19,5 Fällen pro Tag
auf. Dies entspricht der eigenen Vorgabe von etwa 20 Plätzen für dieses Verfahren.
Nochmals deutlich gestiegen ist die Nachfrage in der IRENA auf 31,9 Patienten
pro Tag.
Wichtigster Kostenträger ist die Deutsche Rentenversicherung (DRV) mit etwa zwei
Drittel aller Ambulanten Rehabilitations-Fälle gefolgt von der Gesetzlichen Krankenversicherung
(GKV) mit einem Drittel. Unter den Zuweisern zur Anschlussrehabilitation
beziehungsweise AHB ragt die Stellung der Krankenhäuser der Helios-
Kliniken in Schwerin unverändert heraus. Das Mediclin-Krankenhaus in Crivitz
sowie der Asklepios-Klinik Parchim als weitere wichtige Partner haben ihre Zuweisungsraten
erhöht.
Unser Einzugsbereich erstreckt sich hauptsächlich über das Stadtgebiet Schwerins.
Hier zählen wir etwas mehr als die Hälfte der Patienten. Der übrige Teil unserer
Patienten erreicht das Rehazentrum Schwerin aus dem Umland. Dies unterstreicht
die Bedeutung unseres Fahrdienstes nicht nur im Stadtgebiet, sondern auch für die Patienten mit längeren Anfahrtswegen im Umkreis von bis zu 60 Kilometern.
Die Alterstruktur unserer Patienten weist eine auffällige Veränderung durch die
Steigerung der Fälle in der Altergruppe 75 – 80 Jahre auf.
Der Betriebsbereich Heilmittel hat den Versorgungsschwerpunkt Ambulante Physiotherapie
und Ergotherapie im Indikationsgebiet der neurologischen Erkrankungen.
Hier haben sich die im Jahr 2007 beobachteten Trends nun umgekehrt.
Wir stellen eine Steigerung der Fallzahlen für die Physiotherapie von 61 auf 67
Fälle pro Tag für die Physiotherapie und von 9 auf 11 Fälle pro Tag für die Ergotherapie
fest. Weiterhin kann man eine Verlagerung von Verordnungen für allgemeine
Krankengymnastik wieder hin zu speziellen, insbesondere zu neurologischen
Therapiemethoden hin beobachten. Auffällig ist die explosionsartige Nachfragesteigerung
nach Ultraschallanwendungen.
Der neue Betriebsbereich Osteopathie verfolgt keine Spezialisierung auf einen
bestimmten Indikationsbereich. Die Nachfrage hat sich gegenüber dem Vorjahr
von 3,12 auf 4,3 Behandlungen pro Tag erhöht.
Der Betriebsbereich Therapiezentrum als separater Standort verfolgt die Versorgungsschwerpunkte
Ambulante Physiotherapie im Indikationsgebiet orthopädischer
Erkrankungen und die MTT-Nachsorge der DRV-Nord. Daneben wurde im
vergangenen Jahr erstmalig das ausschließlich an Privatzahler gerichtete Angebot
des „Medizinischen Trainings“ gemacht. Auch im Therapiezentrum ist ein deutlicher
Zuwachs der Fallzahlen in der Physiotherapie von 69,5 auf 79 Fälle pro Tag
zu verzeichnen. Dies geht vor allem auf die Zunahme von Verordnungen für allgemeine
Krankengymnastik und Manuelle Therapie zurück. Die in 2007 erstmalig
durchgeführte MTT-Nachsorge erfreut sich ebenfalls einer gestiegenen Nachfrage
von 4 auf 11 Teilnehmer pro Tag. Das erstmalig an unsere interessierten Patienten
gerichtete Selbstzahlerangebot des „Medizinischen Trainings“ erreichte in 2007
eine mittlere Teilnehmerzahl von knapp 72 pro Tag. Diese Entwicklung bestätigte
uns in der Entscheidung für eine umfangreiche Investition zur Modernisierung der
Räumlichkeiten im vergangenen Jahr.
Unter den Ergebnissen der Qualitätssicherung werden Qualitätsindikatoren dargestellt
in Übertragung der Idee für die Entwicklung von Qualitätsindikatoren für
den Qualitätsbericht der Krankenhäuser durch die Bundesgeschäftstelle für Qualitätssicherung
(BQS). Sie stellen eine selbst entwickelte Auswahl von Prozess- und
Ergebnisparametern dar, die für eine gute Qualität in der medizinischen Rehabilitation
stehen können. Ein wissenschaftlicher Nachweis dafür bleibt offen. Gern
treten wir in eine Diskussion dazu ein.
Die Ergebnisse einer Patientenbefragung zur Zufriedenheit mit den eigenen Erfahrungen
während des Rehabilitationsverlaufes zeigen gegenüber dem Vorjahr
keine Veränderungen. Der Gesamtmittelwert befindet sich mit 0,7 zwischen „gut“ (Wert 0) und „sehr gut“ (Wert 1) auf einer 5-stufigen Skala von +2 bis -2. Die
angestrebte Verbesserung des Gesamtmittelwertes konnte nicht erreicht werden.
Die Auswertung der Mitarbeiterbefragung bezüglich der persönlichen Zustimmung
zur beschriebenen Qualität aus Mitarbeiterperspektive weist dagegen einen
Rückgang auf. Mit einem Gesamtmittelwert von 1,0 für „trifft zu“ (Wert 1) konnte
der sehr gute Wert des Vorjahres von 1,1 mit einem leichten Trend zu „trifft voll
zu“ (Wert 2) auf einer 5-stufigen Skala von +2 bis -2 nicht mehr erreicht werden.
Der Verlauf der Rehabilitations-Verfahren zeigt fast unverändert eine mittlere
Dauer von 3 ½ Wochen für ein Heilverfahren, etwa fünf Wochen für eine AHB
und circa acht Wochen für die EAP. Die Zahl der Behandlungstage in dieser Zeit ist
bei der Ambulanten Rehabilitation leicht auf 17,6 für die AHB und 16,9 Tage für
das Heilverfahren gestiegen. Die EAP hat mit einer deutlicheren Steigerung einen
Wert von 21,6 Tagen pro Fall erreicht.
Die Übergangsfrist zwischen Krankenhaus und Rehabilitationsbeginn für die
AHB-Patienten liegt bei 16,6 Tagen nach Operations-Tag. Wir werten dies als angepassten
Zeitpunkt. Auffällig ist nach wie vor jedoch die sehr lange Spanne für
Patienten, die in die Einrichtung nicht über das gut organisierte AHB-Verfahren
beziehungsweise die Anschlussrehabilitation in die Einrichtung kommen, aber
ebenso einen kausalen Zusammenhang zwischen einem Akutereignis und der
medizinischen Rehabilitation aufweisen. Das betrifft die EAP und die entsprechenden
Fälle im Heilverfahren. Der Durchschnitt von 48,8 Tagen (Vorjahr 47,6)
weist darauf hin, dass eine Reihe von Patienten die Medizinische Reha erst als „ultima
ratio“ erhält. Für mehr als die Hälfte der Patienten beginnt die Reha später
als 4 Wochen nach OP.
Das Aufnahmemanagement im Haus sichert eine kurzfristige Einbestellung des
Patienten nach Kostenübernahmeerklärung durch den Kostenträger ab. Die mittlere
Dauer beträgt in der Anschlussrehabilitation 8 Tage, in der EAP 4 Tage und im
Heilverfahren 28 Tage.
Das Qualitätsmanagement des Unternehmens basiert auf einer langfristigen Ausrichtung
des Unternehmens mit einem Leitbild und damit verknüpften strategischen
Entwicklungsschwerpunkten. Eine „Balanced Scorecard“ übersetzt diese
in planmäßige Bemühungen zur Weiterentwicklung im operativen Tagesgeschäft.
Einige ausgewählte Projekte werden im Bericht aufgeführt.