Häufig nachgefragte medizinische Begriffe:

Manuelle Therapie / Chirotherapie
Behandlungskonzept nach Bobath
Reflexzonentherapie
E-Technik n. Peter Hanke
Medizinische Trainingstherapie
Krankengymnastik
Unterwasserdruckstrahlmassage
Manuelle Lymphdrainage
Osteopathie
Applied Kinesiology
Infrarotwärme
Isokinetische Muskelfunktionsdiagnostik
McKenzie-Konzept
Cyriax-Konzept
Skoliosebehandlung nach Schroth
Taping

Manuelle Therapie / Chirotherapie

Die manuelle Therapie befasst sich mit der Behandlung von Bewegungseinschränkungen der Gelenke, soweit sie ihrem Wesen nach auf einer Störung der Funktion beruhen, d.h. umkehrbarer Natur sind. Diese reversiblen Gelenkstörungen werden auch als "Blockaden" bzw. als "Blockierungen" bezeichnet.
Innerhalb der Manuellen Therapie werden mit speziellen Handgriffen reversible Gelenkstörungen oder Gelenksperren gemindert oder beseitigt.
 
zurück zur Auswahl
 

Behandlungskonzept n. Bobath

Die Krankengymnastin Herta Bobath und Ihr Mann Karel Bobath, als Neurologe, entwickelten nach 1943 ein Konzept zur Behandlung zentraler Koordinationsstörungen, wie sie beispielsweise in Form von Spastizitäten (überschießende Muskelanspannung) oder Hemiplegien (Halbseitenlähmungen) auftreten. Das Ziel ist es, sich dem Normzustand des Spannungsgleichgewichtes der Muskulatur zu nähern. Dazu versucht man überschießende Muskelaktivitäten zu hemmen und unzureichende Muskelaktivität anzubahnen. Man bedient sich dabei körpereigener Reflexe, die mit bestimmten Körperhaltungen und Druckpunkten ausgelöst werden. Im Unterschied zur klassischen Krankengymnastik werden weniger gymnastische Übungen durchgeführt, sondern Alltagsfunktionen geschult. (Drehen im Bett, Aufstehen, Gehen...)
Anwendungsgebiete sind z.B:
- Schlaganfall, Schädel-Hirn-Trauma
- Angeborene Hirnschädigungen
 
zurück zur Auswahl
 

Reflexzonentherapie

Bekannt sind Fuß- und Ohrreflexzonentherapie, Akupunktur, Akupunktmassage als Behandlungen, die auf einem gemeinsamen Prinzip beruhen. Dieses besteht im Zusammenhang von einzelnen Organen des Körpers mit ganz bestimmten zugeordneten Zonen an der Körperoberfläche. Man findet diese am Fuß, am Ohr oder im Verlauf von Meridianen als Akupunkturpunkte. Deren Verbindung zu einzelnen Organsystemen ermöglicht es, über Empfindensstörungen an der Oberfläche, auf Funktionsstörungen des zugeordneten Organsystems zu schließen und durch eine gezielt Reizung die Funktion zu beeinflussen.
 
zurück zur Auswahl
 

E-Technik n. Peter Hanke

Wie die Behandlung nach Bobath ist auch dies eine neurophysiologische Behandlungsmethode für die Therapie orthopädischer und neurologischer Krankheitsbilder bei Erwachsenen und Kindern. Das Prinzip beruht darauf, Haltungs- und Bewegungsmuster, die aus dem ersten Lebensjahr der frühkindlichen Entwicklung stammen, abzurufen. Diese bilden dann die Grundlage für das Wiedererlernen verloren gegangener bzw. der Optimierung fehlerhaft ausgeprägter Bewegungen und Körperhaltungen.
In entsprechenden Ausgangsstellungen werden festgelegte Punkte an der Körperoberfläche gedrückt, d.h. Aktionsverstärker gesetzt, die entwicklungsgeschichtlich alte Bewegungsprogramme in Gang setzen, die jedem Menschen angeboren und jederzeit abrufbar sind.
Die so wieder bewusst gemachten Bewegungsprogramme bilden in der Therapie die Grundlage für weitere aktive Übungen der klassischen Krankengymnastik und der Medizinischen Trainingstherapie. Auch können so bei unversehrten Hochleistungssportlern durch die Verbesserung der Koordination die bereits erreichte Leistungsfähigkeit verbessert werden.
 
zurück zur Auswahl
 

Medizinische Trainingstherapie

Diese aus der umfassenden Betreuung von verletzten Sportlern heraus entstandenen Therapieform verbindet die Erkenntnisse der Trainingslehre aus der Sportwissenschaft mit Elementen physiotherapeutischer Behandlungstechniken. So wird es möglich, in der Gestaltung aktiver Übungsprogramme der Komplexität eines Schadensbildes gerecht zu werden. Ein Zustand nach Verletzung oder Operation ist nicht nur von einem Verlust an Kraftfähigkeit, sondern zuerst vor allem durch einen Verlust von Beweglichkeit und Koordination gekennzeichnet. Ziel ist die individuelle Heranführung des Patienten an die ihn im beruflichen oder sportlichen Alltag erwartenden Belastungen. Die Kunst liegt hierbei in der Methodik der Dosierung von Belastungen im Entwicklungsverlauf, um einerseits positive Anpassungsreaktionen des Körpers zu fördern, andererseits lädierte Strukturen nicht weiter zu schädigen.
 
zurück zur Auswahl
 

Krankengymnastik

Krankengymnastik ist die klassische Heilgymnastik, die mit gezielten Übungen (z.B. Dehnungen, Kräftigungsübungen, Haltungsschulung) zur Wiederherstellung der Funktionen des Bewegungssystems, Herz-Kreislaufsystems, Atmungssystems beiträgt.
 
zurück zur Auswahl
 

Unterwasserdruckstrahlmassage

Unterwasserdruckstrahlmassage ist eine Kombination aus einem Wannenbad und einen Unterwasserdruckstrahl, der massageähnliche Effekte bewirkt. Der Vorteil hierbei ist, dass auch massive Verhärtungen gut behandelt werden können und eine wesentlich größere Fläche in gleicher Zeit als bei klassischer Massage.
 
zurück zur Auswahl
 

Manuelle Lymphdrainage

Manuelle Lymphdrainage ist eine Behandlung mit großflächigen, langsam ausgeführten Handgriffen zur Förderung des Lymphflusses. Der damit angeregte Abfluss von Gewebeflüssigkeit dient der Entstauung von Ödemen nach Operationen oder Verletzungen. Dies trägt wesentlich zur Optimierung des Heilungsprozesses bei. Die Behandlung kann unterstützt werden mit Kompressionsbandagen.
 
zurück zur Auswahl
 

Osteopathie

Osteopathie ist eine Therapieform, die mit den Händen durchgeführt wird. Der Therapeut versucht, Regionen mit mangelnder Beweglichkeit aufzuspüren und wieder mobil zu machen. Dies bezieht sich auf die Bereiche
- Stütz- und Bewegungssystem
- Organsystem
- Schädel- und Kreuzbeinsystem
Erst, wenn alle drei Systeme frei von Beweglichkeitsstörungen sind, kann der Organismus gut funktionieren und frei von Schmerzen, Verspannungen bzw. Krankheit sein.
 
zurück zur Auswahl
 

Applied Kinesiology

Die Applied Kinesiology umfasst ein ganzheitliches Therapie- und Diagnosekonzept, welches die funktionellen Zusammenhänge zwischen unseren Strukturen, mentalen/emotionalen und chemischen Funktionen analysiert.
Mit Hilfe standardisierter Tests für einzelne Muskeln des Körpers können Störungen am Stütz- und Bewegungsapparat, den inneren Organen und Drüsen, sowie verschiedener versorgender Systeme (wie das Nervensystem, Meridiasystem, Lymphsystem, Blutgefäßsystem usw.) erkannt und behandelt werden. Die Korrektur dieser Störungen erfolgt mit speziellen therapeutischen Techniken, wie Gelenk- und Organsmobilisation, Akupunktur, Nährstoffergänzungen, Reflexpunktbehandlungen u.a.
 
zurück zur Auswahl
 

Infrarotwärme

Die gesunde, nicht sichtbare Wärme-Strahlung der Sonne nennt man Infrarot. Sie liefert die größte Energie und ist lebensnotwendig für alles, was auf der Erde lebt, grünt und blüht. Auch der Mensch benötigt diese Infrarot-Strahlung.

Infrarot ist eine Wärmeenergie, die sehr tief in unsere Haut (bis zu 40 mm) eindringt und diese von innen heraus erwärmt. Die Lufttemperatur in der Kabine dagegen wird nicht im selben Maß erwärmt. Die so hervorgerufene Transpiration ermöglicht eine optimale Entgiftung des Körpers, fördert die Durchblutung, reinigt und entschlackt die Haut porentief. Die eindringende Wärme entspannt die Muskulatur und wirkt positiv bei Gelenkschmerzen.

Entgegen der Gewohnheiten aus der klassischen Sauna führen Sie nur einen Durchgang über 30 min durch und duschen vorher und hinterher warm. Danach entspannen Sie noch 30 min im Ruhebereich.
 
zurück zur Auswahl
 

Isokinetische Muskelfunktionsdiagnostik

Voraussetzung ist ein Gerät, welches einen computergesteuerten hydraulischen Widerstand erzeugt, der sich in jedem Punkt der Bewegung an die aufgebrachte Kraft anpasst. Schmerzhaft bedingte Krafteinbrüche werden somit vom Gerät erkannt und sofort ein entsprechend reduzierter Widerstand entgegengesetzt. Die Bewegungsgeschwindigkeit ist konstant. Dies ermöglicht ein risikoarmes Entwickeln von Kraftfähigkeiten. Ebenso können die erfassten Daten zu Testzwecken ausgewertet werden.
 
zurück zur Auswahl
 

McKenzie-Konzept

Diese vom Neuseeländer Robin McKenzie entwickelte Methode verfolgt einen vorwiegend mechanischen Ansatz in der Behandlung von Wirbelsäulenerkrankungen. Danach wird über vorwiegend in Richtung Überstreckung wiederholt ausgeführte aktive Bewegungen versucht, dem Entstehungsmechanismus von Wirbelsäulenerkrankungen als plötzliche oder zu lange Beugehaltungen kausal zu begegnen. U.a. können bereits eingetretene kleinere Verschiebungen von Bandscheibenmaterial wieder rückgängig gemacht werden.
 
zurück zur Auswahl
 

Cyriax-Konzept

Dr. James Cyriax entwickelte innerhalb der orthopädischen nichtoperativen Medizin ein umfangreiches Konzept zur manuellen Diagnostik und Behandlung von Gelenken und Weichteilen. Die Diagnostik ermöglicht dem Therapeuten über ein durchdachtes Ausschlussverfahren, auch ohne aufwendige bildgebende Verfahren die betroffene Struktur zu identifizieren.
 
zurück zur Auswahl
 

Skoliosebehandlung nach Schroth

Die Skoliose stellt eine seitliche Abweichung der Form der Wirbelsäule dar. Dies führt zu einem einseitigen Rippenbuckel am Rücken. Diese Dreidimensionalität der Abweichung muss auch der Therapieansatz der aktiven Korrektur sein. Deren praktischen Umsetzung stellt einen hohen Anspruch an die koordinativen Fähigkeiten und den Willen des Patienten.
 
zurück zur Auswahl
 

Taping

Taping bezeichnet die Verwendung von speziellem Klebeband zum Anlegen von so genannten funktionellen Verbänden. Das Ziel eines funktionellen Verbandes ist es die Bewegungsmöglichkeit eines Gelenkes gezielt einzuschränken. Dadurch werden geschädigte Strukturen nicht belastet, aber verbleibende Bewegungsvielfalt kann genutzt werden. Einsatz findet das Taping im Sport und zur frühzeitigen Nachbehandlung in der Rehabilitation.
 
zurück zur Auswahl