Reha Zentrum Schwerin - Gesundheit, Sport und Fitness - ambulante Behandlung

 

 
Publikationen und Aktuelles rund ums REHA - Zentrum

Situation der Ambulanten Rehabilitation in der Fachpresse!
     
Die Geschäftsführung veröffentlicht einen Bericht über die Situation der Ambulanten Rehabilitation in der Fachpresse. Der Artikel in der „Krankenhausumschau“ 09-2007 zum download
     
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Aktuelle Meldungen


Patienten können zum Erfolg der Krankengymnastik beitragen

Neu Zippendorf • Hinter dem Begriff Krankengymnastik verbirgt sich ein weites Feld therapeutischer Maßnahmen und Tätigkeitsfelder. Viele Behandlungserfolge könnten ohne diese Maßnahmen nicht erreicht werden.

 

„Fälschlicherweise wird Krankengymnastik von vielen Patienten mit Massagen gleichgesetzt“, erklärt Dr. Peter Jokisch vom Rehazentrum Schwerin. „Aber das beschreibt nur einen Teil.“
Denn es geht nicht nur um passive, sondern vor allem auch um aktive Behandlungsformen. Und: Der Patient sollte seine „Hausaufgaben“ machen. „Ein großes Problem heutzutage ist die Bewegungsarmut in der Bevölkerung. Daraus resultieren erst viele Erkrankungen. Wichtig ist deshalb, dass der Patient mitarbeitet, also bei der Krankengymnastik aktiv wird“, so Jokisch. „Und egal ob nach einem Bandscheibenvorfall, bei Knieproblemen oder einer Skoliose - der Erfolg der Krankengymnastik hängt mit davon ab - ob die Übungen auch im privaten Bereich begleitend weiter ausgeübt werden.“ Krankengymnastik ist also quasi  ein Handwerkszeug, das dem Patienten mit auf den Weg gegeben und mit dem der Heilungsprozess unterstützt wird. Gleichzeit kann damit erneuten Problemen vorgebeugt werden. Die Anwendung ist in jedem Lebensalter möglich und nicht selten sogar risikoärmer und effektiver als eine Therapie ausschließlich mit Medikamenten.
Krankengymnastik wird sowohl im orthopädischen Bereich, zum Beispiel bei Rückenschmerzen oder Arthrose, aber auch im chirurgischen Bereich - etwa bei künstlichen Knie- oder Hüftgelenken eingesetzt. Christian Becker


Partner können Reha-Patienten während der Therapie große Hilfe leisten

Wichtige Stütze in schwierigen Zeiten

Neu Zippendorf • Es gibt nur wenige Menschen, die in der Lage sind, die Folgen einer schweren Erkrankung oder eines Unfalls alleine zu meistern. Zu stark ist oft die Ungewissheit über die berufliche Zukunft, zu groß die Angst davor durch gesundheitliche Beeinträchtigungen Änderungen im Leben hinnehmen zu müssen. Wie wichtig das soziale Umfeld für das Wohl der Patienten ist, weiß Diplom-Sozialpädagogin Anne Kuske aus dem Rehazentrum Schwerin.

 

Es gibt ihn, den klassischen Weg, den ein Patient geht, um wieder gesund zu werden – wobei Ausnahmen natürlich die Regel bestätigen. Krankheit oder Unfall, medizinische Behandlung, Reha, zurück in den Alltag. Doch ebenso klassisch sind die psychischen Belastungen, die auftreten. „Die Patienten sind wochenlang, teils über Monate, aus ihrem Berufsleben herausgerissen. Das geht an niemandem spurlos vorbei“, erklärt Kuske. Die Gründe sind offensichtlich: Es ist – neben der Sorge um die eigene Gesundheit – vor allem die Sorge um die Existenz, sowohl beruflich und finanziell, als auch familiär. „Wenn der geplante Lebensweg durcheinander gebracht wird, kann sich ein Gefühl der Perspektivlosigkeit und Angst einstellen“, so Kuske. „Gerade, wenn der Ernährer ausfällt, stellt sich die Frage: Wie geht es weiter?“
Genau aus diesem Grund ist es für die Sozialpädagogin wichtig, das familiäre Umfeld in die Reha mit einzubeziehen. „Partner können Ängste nehmen und gemeinsame Perspektiven aufzeigen. Sie geben Halt in schwierigen Situationen und können den Verlauf einer Reha positiv beeinflussen“, erklärt Kuske. Die Sozialpädagogin rät den Patienten im Rehazentrum daher auch, den Partner mitzubringen – zu den Gesprächen, die über die Reha und die Zeit danach geführt werden. Oft ist es da schon hilfreich, wenn beide einfach erzählen können, von den Schwierigkeiten und den Ängsten. Anne Kuske hört zu, gibt Ratschläge und, so sagt sie, initiiert Netzwerke. „Wer kann wobei helfen, wie kann der Partner den Patienten entlasten, ihm wieder Mut machen. Das sind wichtige Fragen, auf die wir gemeinsam Antworten finden.“

Enger zusammenrücken

So sollte sich der Reha-Patient nach Möglichkeit voll und ganz darauf konzentrieren, wieder gesund zu werden. Alles Bürokratische sollte ihm weitestgehend abgenommen werden. Dazu zählen zum Beispiel Gespräche mit dem Versorgungsamt, dem Sozialverband, den Pflegestützpunkten oder dem Integrationsamt. Die Vermittlung des Kontaktes und professionelle Ratschläge kommen dabei von der Sozialpädagogin aus dem Rehazentrum, aber: „Wer sich hier auf die Unterstützung seines Partners verlassen kann, dem ist sehr geholfen“, meint Kuske. „Und nicht selten kann sogar die Partnerschaft gestärkt daraus hervorgehen. Man rückt noch enger zusammen.“
Glücklich kann sich zum Beispiel schätzen, wer eine Ehefrau wie Brigitte Kahl hat. Ihr Mann Hans-Joachim absolviert seit Ende Juni eine Reha, täglich kommt der 56-Jährige ins Rehazentrum. Beschwerden im Hüftgelenk haben es ihm vorübergehend unmöglich gemacht, seinen Beruf als Kraftfahrer weiter auszuüben.
Doch Hans-Joachim Kahl ist optimistisch, vertraut den Experten im Rehazentrum und will so bald wie möglich wieder arbeiten. Sein Optimismus ist ganz sicher auch ein Verdienst seiner Ehefrau. Sie begleitet ihn jeden Tag in die Wuppertaler Straße, sie macht ihm Mut und gibt ihm Zuversicht. „Frau Kahl kümmert sich rührend um ihren Mann“, erzählt  Anne Kuske. „So eine Unterstützung aus dem familiären Umfeld ist genau die richtige und wichtige Begleitung, die der Patient braucht.“cb


Bezeichnung für Therapiezentrum am Grünen Tal geändert

An zwei Standorten unter einem Dach

Schwerin • Neue Bezeichnung, gleicher Inhalt: Zwei Standorte hat das Rehazentrum Schwerin, in der Wuppertaler Straße und am Grünen Tal. Um die Zusammengehörigkeit besser zu verdeutlichen, wurde jetzt der Name des Therapiezentrums Schwerin am Grünen Tal geändert und angepasst. Beide Standorte firmieren künftig unter dem Namen „Rehazentrum Schwerin“ - ergänzt um Wuppertaler Straße bzw. Grünes Tal.

Seit nunmehr 13 Jahren werden Patienten im Rehazentrum Schwerin behandelt. Seit 2003 im Hauptsitz in der Wuppertaler Straße; dort befinden sich die Tagesklinik für Rehabilitative Medizin, die Praxis für Ergotherapie, die Praxis für neurologische Physiotherapie und die Praxis für Osteopathie. Auf rund 1.500 Quadratmetern arbeiten 24 Mitarbeiter mit den Patienten, in der Verwaltung sind hier acht Mitarbeiter beschäftigt. Ergänzt wird das Angebot durch die Praxis für orthopädische Physiotherapie und die seit Kurzem extra ausgewiesene Praxis für medizinisches Training - beides am Grünen Tal. Neun Therapeuten und zwei Verwaltungsangestellte kümmen sich auf circa 500 Quadratmetern um die Patienten.
„Wir haben diesen Standort damals bewusst hier behalten“, sagt Rehazentrum-Geschäftsführer German Ross. „Die Physiotherapiepraxis, die schon seit 1997 existierte, war bekannt und fest in den gesamten Komplex aus Gastronomie, Dienstleistung und Handel integriert. Daher wollten wir diese Leistungen nicht in den Neubau in der Wuppertaler Straße verlegen.“
So entstand der Eigenname „Therapiezentrum Schwerin“. Dass beide Standorte zusammengehören, war für die Patienten nicht immer auf den ersten Blick  zu erkennen. „Gelegentlich gab es da schon Rückfragen“, erinnert sich German Ross. „Wenn ein Patient beispielsweise zu einer Anwendung ins Rehazentrum überwiesen wurde, kam es vor, dass er in der Wuppertaler Straße angerufen und Termine vereinbart hat, die Therapie erfolgte dann aber im Therapiezentrum am Grünen Tal. Die Verbindung zwischen den beiden Einrichtungen musste unser Servicepersonal dann manchmal erst erklären.“
Das soll künftig einfacher werden. „Der Name Therapiezentrum taucht nicht mehr auf“, sagt Ross, „Broschüren und Beschilderungen wurden geändert und einheitlich gemacht. Und am Telefon melden sich unsere Mitarbeiterinnen jetzt immer mit ‚Rehazentrum Schwerin‘.“ Die neue Firmierung bietet gleich zwei Vorteile: Zum einen ist offensichtlich, dass beide Einrichtungen zusammen gehören; zum anderen wird durch den Zusatz sofort klar, wo der Patient seine Behandlung erhält - in der Wuppertaler Straße oder am Grünen Tal.
Nicht verändert wurden dagegen die Telefon- und Faxnummern und die E-Mail-Adressen. Auch die Mitarbeiter arbeiten weiterhin an ihren bisherigen Standorten.cb


Ein ganz wichtiges Kreuz für die Ausnahme von der Regel

Neu Zippendorf • Der Heilmittelkatalog regelt genau, was ein niedergelassener Arzt dem gesetzlich versicherten Patienten im Regelfall verordnen darf. Bei Abweichungen muss die Krankenkasse um Genehmigung gebeten werden.

Art, Umfang und Dauer der entsprechenden Anwendungen von Physiotherapie und Ergotherapie sind genau geregelt. Und doch gibt es auch hier Ausnahmen, die die Regel bestätigen. „Eine Therapie wird ja vom Arzt verschrieben“, erklärt Rehazentrum-Geschäftsführer Stephan Sparwasser. „Nun kann es passieren, dass aus ärztlicher Sicht zum Beispiel acht Massagen erforderlich sind, der Heilmittelkatalog aber nur sechs Anwendungen vorgibt.“
Auf dem Rezept muss der Arzt nun ein bestimmtes Kästchen ankreuzen, mit dem er auf die Ausnahme vom Regelfall hinweist. Ob diese letztlich auch genehmigt wird, entscheidet die Krankenkasse.
Was die wenigsten wissen: Um diese Genehmigung muss sich eigentlich der Patient kümmern. Im Rehazentrum wird ihm diese Arbeit aber abgenommen. „Wir müssen sowieso jedes Rezept überprüfen“, sagt Stephan Sparwasser. „Das hat überhaupt nichts mit Misstrauen zu tun, es wird uns schlicht vom Gesetzgeber vorgeschrieben. Und dann werden wir natürlich auch gleich aktiv, wenn der Arzt Änderungen vom Regelfall vorsieht.“
Denn eine nicht den Richtlinien entsprechende Verordnung kann vom Rehazentrum nicht abgerechnet werden. Das ist zum Beispiel auch der Fall, wenn der Mediziner das entsprechende Häkchen schlicht vergessen hat. Dann müssten Patienten erneut ihren behandelnden Arzt aufsuchen, um das Rezept abändern zu lassen. Doch auch hierbei hilft das Rehazentrum und kümmert sich darum.cb


Handballerin Anna Linke wird nach einem Meniskusriss in der Physiotherapie am Grünen Tal behandelt

Auf bestem Weg zurück ins Team

Großer Dreesch • Eine kurze, unbedachte Bewegung mit schwerwiegenden Folgen: An diesen Trainingstag, den 25. Februar 2010, kann sich Handballerin Anna Linke noch genau erinnern. Eine Verletzung, die sie damals erlitt, brachte das Saisonende für die 18-jährige. Jetzt arbeitet sie an der Rückkehr in die A-Jugend des Grün-Weiß Schwerin.

 

Anna Linke spielt im mittleren Rückraum, bei einem Trainingsspiel passierte es. „Meine Mannschaft war gerade im Angriff“, erzählt sie, „dann musste ich plötzlich abbremsen. Und dabei bin ich irgendwie zur Seite umgeknickt.“ Der Schmerz war zwar sofort da, aber Gedanken hatte sie sich nicht gemacht, wollte zuerst auch nicht zum Arzt. Doch es wurde nicht besser, schließlich konnte sie nicht einmal mehr Treppen steigen. Ein MRT brachte dann die Diagnose: Meniskusriss und Kreuzbandanriss im linken Knie.
Eine Operation sollte nach Möglichkeit umgangen werden, stattdessen ging Anna Linke in die Praxis für orthopädische Physiotherapie am Grünen Tal zur Behandlung. Dort kümmert sich Kathleen Stüwe um die Sportlerin. „Anna ist noch jung und körperlich fit“, sagt Stüwe. „Deshalb sind bei ihr die Chancen hoch, dass sie - nach entsprechender Behandlung - wieder schmerzfrei spielen und ihr Bein voll belasten kann.“
Zu Beginn der Therapie ging es zuerst einmal darum, dass die Verletzung wieder weitestgehend verheilt. Dafür wurde das Kniegelenk zunächst beweglich gemacht und das Gefühl für eine gerade Beinachse entwickelt. Erst danach - drei Wochen später - wurde das linke Bein nach und nach immer mehr belastet.
Koordination, Stabilisation und Muskelaufbau stehen seitdem auf dem Therapieprogramm von Anna Linke. Bei einer der Übungen wirft Kathleen Stüwe einen Ball zu Anna - deren linkes Bein mit Gewichten nach innen gezogen wird. Aus eigener Kraft muss sie nun einen Gegendruck erzeugen, gleichzeitig den Ball fangen und wieder werfen. Die Beinachse wird so kontinuierlich stabilisiert. Auch das Springen aus dem Stand funktioniert jetzt schon deutlich besser als noch vor ein paar Wochen - die Fortschritte sind unübersehbar.
Bis Anna Linke wieder mit ganzer Kraft und Fitness in das Handballtraining einsteigen kann, wird sicher noch einige Zeit dauern, aber die ehrgeizige Sportlerin ist optimistisch: „Zur nächsten Saison bin ich wieder dabei.“Christian Becker


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